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MÄR
Pressemitteilungen

Autotech 2018 – ein bewegter, transformativer Markt

Autotech, AR/VR, E-Commerce
• VC-Finanzierung für Automobil-Start-ups erreicht 8 Mrd. USD
• Derzeit findet ein großer Konkurrenzkampf zwischen einer Vielzahl von Zukunftstechnologien und -märkten statt
• Elektrifizierung, Konnektivität, Autonomie und Mobilität treiben Investitionen und Geschäfte in einem Wettlauf um die Marktführerschaft voran

 

London, Frankfurt - 6. März 2019 – Der jüngste M&A-Marktreport des internationalen Technologieberaters Hampleton Partners zeigt einen bewegten Autotech-Markt. Die veröffentlichten Risikokapitalfinanzierungen für Automobil-Start-ups im Jahr 2018 betrugen insgesamt 8 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu wurden fast 100 M&A-Deals abgeschlossen, darunter die Autotech-Akquisitionen von Renault, Ford und Volkswagen in der zweiten Jahreshälfte 2018. Der insgesamt ausgewiesene Wert der M&A-Transaktionen erreichte mit 3,9 Mrd. USD im Berichtszeitraum jedoch den niedrigsten Wert seit über fünf Jahren.

Der Report zeigt auch die wachsende Rolle von Private Equities (PE) im Autotech-M&A-Markt, auf die 2018 fast ein Viertel aller Transaktionen entfiel. Die größte PE-Akquisition war die Übernahme von Verra Mobility durch die Gores Group für 1,3 Mrd. USD bei einem attraktiven 17-fachen EV/EBITDA-Multiplikator.

 

Autotech Trends

Die Connected-Car-Technologie wird als Vorreiter für autonome Fahrzeuge gefeiert und bietet den Fahrgästen Funktionen wie Internet, Next Generation Infotainment und verbesserte Sicherheitsfunktionen.

Beispiele für Transaktionen in diesem Teilsektor waren der Kauf von WirelessCar durch Volkswagen für fast das Dreifache des Umsatzes, die Übernahme des chinesischen Advanced Interconnect-Spezialisten KUM durch Aptiv für 500 Millionen US-Dollar und die Übernahme von Bright Box durch Zurich Insurance. 

Um einer unsicheren Zukunft entgegenzutreten, in der der Besitz von PKWs nicht mehr zwingenderweise die Norm ist, diversifizieren sich die Fahrzeughersteller abseits der reinen Pkw-Produktion.

Anfang 2018 führte Daimler eine Eigenkapitalrunde von 175 Mill. USD bei Taxify, der Antwort Estlands auf Uber, durch. BMW übernahm Parkmobile, um der größte Anbieter von mobilem Parken in den Vereinigten Staaten zu werden. Und im November kaufte Ford Spin, eine Plattform zur gemeinsamen Nutzung von Elektrorollern, um sein Angebot an Mikro-Mobilität zu erweitern.

Der Handel im Internet gewinnt zunehmend an Bedeutung. Potenzielle Fahrzeughalter verbringen heute rund 60 Prozent ihrer Zeit mit der Suche im Internet.[1]

KAR Auction Services, die in den letzten 30 Monaten fünf Deals abgeschlossen haben, kauften die B2B-Auktionsseite CarsOnTheWeb für etwas mehr als 100 Millionen Dollar. Im November 2018 erwarb Renault Carizy, einen Gebrauchtwagenmarktplatz. Renault hofft, von der schnell wachsenden privaten Gebrauchtwagenindustrie zu profitieren und damit eine weitere lukrative Einnahmequelle zu eröffnen.

Die digitale Transformation der Autohäuser: Mit Blick auf den wechselseitigen Prozess des Deal-Makings integrieren die Autohäuser Unternehmenssoftware und CRM-Lösungen, um bessere Beziehungen zu ihren potenziellen und bestehenden Kunden aufzubauen. Sie möchten so auch die Vermarktung und den Verkauf von Fahrzeugen erleichtern, während die Online-Marktplätze für Fahrzeuge näher an das Angebot der Händler rücken.

Zwei in den USA gelistete Onlineportale für Fahrzeuge wurden 2018 übernommen: Cars.com erwarb DealerInspire, einen Anbieter von Services für die Automobilwerbung, für 165-Mill.-USD. TrueCar's hat DealerScience, einen Softwareanbieter für den Einzelhandel, für 27 Mill. USD übernommen.

"Obgleich wir derzeit mehr VC-Investitionen als M&A-Transaktionswerte bei Autotech sehen, drängen alle Branchenakteure weiterhin darauf, Marktführer in diesem neuen Umfeld aus Elektrifizierung, Konnektivität, Autonomie und Mobilität zu sein. Start-ups mit innovativen Ideen streben nach Finanzierung und globale Giganten aus allen Branchen - auch aus dem Finanzbereich - investieren, finanzieren und akquirieren weiterhin," kommentiert Jo Goodson, Geschäftsführerin bei Hampleton Partners die aktuelle Lage im Markt.

 

Autotech M&A 2019

"Wir gehen davon aus, dass das aktuelle Jahr 2019 sowie 2020 sowohl in Sachen Akquisitionen als auch bei der Finanzierung im Autotech-Sektor sehr stark sein werden“, so Jo Goodson. "Es ist anzunehmen, dass die Ausgaben in diesem Sektor nicht von kurzfristigen Marktturbulenzen beeinflusst werden. Autotech ist ein wahrhaft transformativer Sektor und wir stehen erst am Anfang einer sehr langen Reise. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir für die nächsten 24 Monate einen starken Autotech-M&A-Markt mit stabilen Enterprise-Value-Multiplikatoren und einem stark wachsenden Kapitalmarkt mit steigenden Bewertungen erwarten."

 

„Autotech M&A-Report“ kostenlos herunterladen

Die Reports des internationalen Beratungsunternehmens Hampleton Partners unterstützen Unternehmensinhaber, Verkäufer, Käufer und Investoren im Technologie-Sektor bei Bewertungen sowie bei der Planung eventueller eigener M&A- oder Investitions-Aktivitäten. Hampleton Partners stellt Interessenten seine Reports kostenlos zur Verfügung. Der aktuelle „Autotech M&A-Report“ kann unter folgendem Link kostenfrei heruntergeladen werden https://www.hampletonpartners.com/de/reports/autotech-report/.

 

Kontakt für Presseanfragen zu Hampleton Partners

DigiTalk Text und PR
Katharina Scheurer
Telefon: +49 (89) 443 112 74
Email: hampleton (at) digitalk-pr.de

Hinweis für Redakteure:
Die Daten und Informationen für den M&A-Marktreport von Hampleton Partners wurden aus der Datenbank 451 Research (www.451research.com) zusammengestellt.
Laden Sie sich den aktuellen Automotive Technology M&A Market Report herunter.

 

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von:

Jo-Goodson

Managing Director

Jo Goodson

Jo Goodson ist Geschäftsführerin (Managing Director) des Londoner Büros. Sie ist eine erfolgreiche Tech-Unternehmerin mit über 25 Jahren Erfahrung in der IT-Industrie.Jo startete ihre Karriere in der Tech-Industrie Mitte der 90er Jahre bei Broderbund, wo sie als zweite europäische Mitarbeiterin den Umsatz innerhalb von drei Jahren von 0 auf 24 Millionen Dollar steigerte. Im Anschluss daran beteiligte sie sich an der Gründung von MediaGold, ein Unternehmen mit Standorten in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland, das Softwarelieferanten aus den USA Zugang zum europäischen Markt verschafft.


Nach vier Jahren mit solidem Wachstum und hoher Profitabilität verkaufte sie die Firma 2003 an Avanquest, einem an der Pariser Euronext gelisteten Unternehmen. Dort verantwortete sie als Geschäftsführerin die Regionen UK und Skandinavien. Nach ihrem Weggang war sie stark in die nordeuropäische Akquisitionsstrategie involviert.

Seitdem hat Jo in diverse Software- und Internetunternehmen investiert und diese beraten, wie z.B. Ariadne Capital, eine Investment- und Beratungsfirma, in der sie als Interim-COO arbeitete. Weitere Firmen sind Indigo Pearl, eine PR-Firma in der Spiele-Industrie, Mediatonic und Playmob. Zudem ist sie als Non-Executive Director für die Firma Six to Start tätig, die kürzlich die erfolgreiche iPhone-App “Zombies, Run!“ herausbrachte.